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22. April 2021: Mehrheitsgruppe setzt sich für bezahlbares Wohnen ein

Bundesweit ist der Bedarf nach den eigenen vier Wänden enorm angestiegen. Auch
in Hessisch Oldendorf und den umliegenden Dörfern ist derzeit erkennbar, dass sich
Baulücken schließen und Eigenheime entstehen. Weit oben auf der Tagesordnung
der Mehrheitsgruppe SPD und Bündnis90-Die Grünen steht die Schaffung von
weiterem Bauland und der Ausweisung weiterer Baugebiete.

„Wir wollen und müssen aber auch an die Menschen mit dem kleinen Portemonnaie denken, die sich kein Eigentum leisten können“, so der Fraktionsvorsitzende und Gruppensprecher Kai-Uwe Eggers. "Durch unseren Gruppenantrag Bauen und Wohnen begegnen wir schon der gestiegenen Wohnraumnachfrage mit ökologischem Akzent. Mit der sozialen Komponente wollen wir ein weiteres Zeichen setzen" ergänzt Günter Kuhnert als Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen.

Nachdem aus der Kernstadt schon seit längerem die Forderung gestellt wird, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, haben sich jetzt beide Fraktionen intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt. In die letzte Gruppensitzung wurde der Geschäftsführer der Kreissiedlungsgesellschaft, Swen Fischer, eingeladen, um über gemeinsame Lösungen zu diskutieren.

Es wurde sowohl über nicht überdimensionierte Wohnungsgrößen beraten als auch über das Thema „Mehrgenerationenwohnen“. Können sich künftig junge Familien und Senioren in eigenen Wohnungen aber dennoch unter einem Dach gegenseitig unterstützen? Während die jungen Eltern ihrer Arbeit nachgehen, könnten die Älteren die Betreuung der Kinder übernehmen, im Gegenzug könnten die Jüngeren bei Einkaufen und Fahrdiensten unterstützen. Ebenso im Fokus der Beratungen war die Barrierefreiheit, eine Thematik, die gerade m zunehmenden Alter immer mehr Bedeutung bekommt. Die Politiker können sich gut vorstellen, eine Immobilie mit 8-10 Wohneinheiten als Pilotprojekt zu realisieren. Sollte sich dieses Vorhaben bewähren, ist nicht auszuschließen, dass in der Zukunft weitere Projekte in den Dörfern mit vorhandenen Versorgungsstrukturen, wie Fischbeck und Hemeringen, entstehen.

Die Ratsmitglieder müssen sich aber auch bewusst sein, was mit der Bezahlbarkeit tatsächlich gemeint ist. Erste Antworten hierzu, erklärt Kai-Uwe Eggers wie folgt: Weniger Quadratmeter heißt weniger Mietkosten, hohe energetische Standards in Neubauten verursachen deutlich geringere Nebenkosten. „Ob bei immer weiter schwindenden Möglichkeiten im städtischen Haushalt Mietkostenzuschüsse oder eine Investitionsbeteiligung gewährt werden können, muss beraten und gerechnet werden“, erklärt Dr. Dieter Claus als Finanzexperte der SPD.

Eine der nächsten Aufgaben wird es sein, geeignete Flächen für moderne Mehrfamilienhäuser zu finden. Erste Überlegungen hierzu wurden bereits diskutiert, sind aber noch nicht spruchreif. Im nächsten Schritt werden die beiden Fraktionen eine Arbeitsgruppe gründen, die sich tiefgehend mit diesem Projekt auseinandersetzen wird und ein entsprechendes Anforderungskonzept erarbeitet. Die Standorte sollten so zentral gelegen sein, dass die Bewohner ihre Erledigungen zu Fuß vornehmen können und nicht unbedingt auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind. Dieses spart weitere Kosten und macht am Ende das Wohnen indirekt auch bezahlbar. Letztlich steht die Innenstadtentwicklung vor der Ausweitung in die Fläche im Fokus.

Fakt ist, dass SPD und die Grünen an diesem Ziel festhalten und dieses Vorhaben in den nächsten Haushaltsberatungen berücksichtigen werden.

Kai-Uwe Eggers - SPD
Günter Kuhnert – Bündnis90-Die Grünen

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