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8. Juli 2020: Gruppe SPD und Bündnis 90/ Die Grünen: Zukunftsoffensive zur Auszubildendengewinnung

Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie klagten nicht nur die Deutsche Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammer über einen branchenübergreifenden Mangel an Auszubildenden und Facharbeitern. Vielen Handwerksbetrieben, sozialen Einrichtungen und Unternehmen fehlt es zunehmend an potenziellen Auszubildenden. Die Lage ist ernst. Die Corona-Krise hat diese Tatsache wieder einmal nicht nur offengelegt, sondern wie durch ein Brennglas verstärkt. Es hat sich gezeigt, dass es besonders in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ ein erhebliches Defizit gibt. Doch nicht nur Wirtschaft, Pflege und Handwerk, insbesondere die Politik sucht nach Mitteln und Wegen, um möglichst viele junge Menschen für die berufliche Ausbildung zu gewinnen und ihnen einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen. Um diesen Abwärtstrend und die drohenden Nachwuchsprobleme zu stoppen, möchte die Gruppe SPD und Bündnis 90/ Die Grünen die im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf verfügbaren Ausbildungsbetriebe mit interessierten und motivierte Auszubildenden zusammenbringen.

„Es ist an uns, diese Dinge zu ändern bzw. zu beschleunigen, um Jugendlichen eine bessere berufliche Perspektive zu geben“, sagt Sascha Anderten, SPD-Nachwuchspolitiker und federführendes Mitglied des Arbeitskreises für Wirtschaftsförderung.

„Entsprechende Förderinitiativen, unterstützende Maßnahmen sowie ein Bündel an Begleitprojekten, die die Attraktivität von Ausbildungsberufen steigern sollen, können dabei behilflich sein,“ meint der SPD-Politiker weiter.

Die Verwaltung der Stadt Hessisch Oldendorf wird in dem Antrag zur „Zukunftsoffensive zur Auszubildendengewinnung“ beauftragt, entsprechende Bedarfe zu ermitteln sowie Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung aufzeigen. Eine entscheidende Rolle soll dabei das „Zusammenführen“ von ausbildungswilligen Unternehmen und Ausbildungssuchenden spielen.

„Hier wäre beispielsweise ein „berufliches Ausbildungsnetzwerk“ nach dem Modell der Gemeinde Hatten aus dem Landkreis Oldenburg denkbar,“ so Anderten.

Unter Einbeziehung relevanter Institutionen wie dem Jobcenter, der HWK, IHK, der Weserbergland AG und der Oberschule Hessisch Oldendorf sollen verlässliche Daten u.a. zur Ermittlung von Nachfrage, Bedürfnissen und Anforderungen von Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden erhoben werden, um anschließend ein zufriedenstellendes Angebot für beide Seiten auszuarbeiten und anbieten zu können.

„Durch die Kooperation mit den entsprechenden Einrichtungen, der Unternehmen und der Politik, können gleich mehrere Seiten profitieren - vor allem aber die Auszubildenden!“, so Sascha Anderten abschließend.

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