Hessisch Oldendorf blüht auf

 
Foto: Dirk Adomat
 

Die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt Hessisch Oldendorf – bestehend aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen - setzt sich für eine deutliche Ausweitung der Aktivitäten zur Förderung der biologischen Vielfalt ein und fordert dabei die konkrete Umsetzung eines kommunalen Blühpflanzenprogrammes.

 

„Der zunehmende Rückgang von Insekten stellt eine höchst besorgniserregende Entwicklung dar“, so der SPD Fraktionsvorsitzende Dirk Adomat. „Dieser wirkt sich auf die gesamte biologische Vielfalt aus: Vögeln und Fledermäusen mangelt es an Nahrung und auch wirtschaftliche Auswirkungen durch weniger Bestäubung von Nutzpflanzen (z.B. Obstbäumen) sind nicht auszuschließen“, erklärt Adomat.

„Viele Städte und Gemeinden setzen sich in den letzten Jahren aktiv durch geeignete Maßnahmen für die Förderung der biologischen Vielfalt ein. Auch in Hessisch Oldendorf gibt es hierzu bereits vorbildhafte Aktivitäten aus der Bürgerschaft, den örtlichen Vereinen, der Landwirtschaft, der Jägerschaft und der Verwaltung“, führt Günter Kuhnert, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, weiter aus.

Mithilfe des von der Gruppe geforderten Blühpflanzenprogrammes sollen konkreter Teilbereiche innerörtlicher kommunaler Grünflächen mit standortgerechten Blühpflanzenmischungen begrünt werden. Außerdem sollen Wege-, Gehölz- und Gewässerränder zu artenreichen Blühstreifen weiterentwickelt werden und erst im Spätherbst gemäht werden. Darüber hinaus soll gegenüber den Pächtern von kommunalen Ackerflächen darauf hingewirkt werden, dass an einer Schlagseite ein mindestens 3 Meter breiter Blühstreifen einzusäen ist.

Der SPD Fraktionsvorsitzende betont: „Bei der Bewirtschaftung sämtlicher kommunaler Flächen soll stets das Ziel - der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt – im Vordergrund stehen. Entsprechende Schulungen für die Mitarbeitenden sind daher zu begrüßen.“

Des Weiteren ergänzt Günter Kuhnert: „Zur Unterstützung des Engagements aus der Bürgerschaft soll von der Stadtverwaltung kostenfrei geeignetes Saatgut für die Anlage von Blühstreifen und Blühflächen ausgegeben werden und eine qualifizierte Beratung erfolgen. Insbesondere unsere Vereine sollen hiervon profitieren.“

Zur Erprobung der Wirksamkeit und der Umsetzbarkeit der Maßnahmen sollen zeitnah an ausgewählten Stellen Versuchsflächen angelegt werden.