Breitbandausbau mit Glasfaserkabel für Hessisch Oldendorf

 
 

Die SPD wird sich weiterhin für den flächendeckenden Breitbandausbau mit
Glaserfaser einsetzen.
Zur Verbesserung der Breitbandversorgung wurde am 16.06.2016 im Rat der Stadt Hessisch Oldendorf beschlossen dem Landkreis Hameln-Pyrmont die Aufgabe eines Breitbandausbaus bezogen auf das Verwaltungsgebiet zu übertragen.

 

Diese Aufgabe, die der Daseinsvorsorge zuzurechnen ist, musste von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden auf den Landkreis Hameln-Pyrmont gemäß § 5 Abs. 3 S. 1 NKomVG übertragen werden, damit der Landkreis überhaupt eine Planung erstellen und einen Provider suchen kann. 

Dieser Beschluss wurde einstimmig auch mit den Stimmen der Hessisch Oldendorfer CDU beschlossen. Die SPD steht noch zu dieser Entscheidung. Wird dieser Beschluss von der CDU jetzt in Frage gestellt? Weil die Fördergelder des Bundes durch Kreistagsbeschluss begründet ausgeschlagen wurden? (DEWEZET berichtete)

Der SPD Hessisch Oldendorf ist sehr wohl bewusst, dass die Digitalisierung unserer Gesellschaft galoppierend voranschreitet und es zwingend erforderlich ist, eine zukunftsfähige BreitbandInfrastruktur vorzuhalten bzw. aufzubauen. Bund und Land haben hierzu auch erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Realistisch gesehen ist die Stadt Hessisch Oldendorf alleine aber nicht in der Lage eine flächendeckende Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus herzustellen, geschweige denn zu betreiben.

Tatsache ist auch, dass eine befriedigende Breitbandversorgung, insbesondere im ländlichen Raum, häufig daran scheitert, dass für die Telekommunikationsunternehmen die Investitionskosten aus ihrer wirtschaftlichen Sicht häufig nicht refinanzierbar sind. Das wurde uns bereits nach der ersten Ausbauphase der Telekom im Jahr 2012 erklärt, als nur die Orte Fuhlen, Hemeringen, Heßlingen und Wahrendahl ausgebaut wurden. Aus diesem Grund sind die Verteilerschränke der Telekom im letzten halben Jahr auch nur in der Kernstadt erweitert worden und nicht die Verteiler in den Ortschaften Barksen, Bensen, Fischbeck, Friedrichsburg, Friedrichshagen, Großenwieden, Haddessen, Höfingen, Kleinenwieden, Krückeberg, Lachem, Langefeld, Pötzen, Rohden, Rumbeck, Segelhorst, Weibeck, Welsede, Wickbolsen, Zersen und Teile der Kernstadt. Der ländliche Raum wurde ein weiteres Mal in seinen Entwicklungsmöglichkeiten mindestens beeinträchtigt. Die SPD setzt sich dafür ein, dass nicht nur die Unternehmen, sondern auch private Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. Jedes Haus/Gebäude/Grundstück sollte einen Glasfaseranschluss erhalten, da dies eine Zukunftsinvestition ist, die nicht nur den Wert der Immobilie erhöht, sondern auch die Nutzungsmöglichkeit. „Schon ab 2015 hat die SPD deshalb Haushaltsmittel für die vorsorgliche Verlegung von Leerrohren, die das Glasfaserkabel aufnehmen können, beantragt und eingestellt. Dort wo seitdem Straßentiefbaumaßnahmen durchgeführt werden, werden auch Leerrohre mitverlegt“, erklärt Sven Sattler.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass ein Ausbau im Vectoring-Verfahren, wie es die Telekom derzeit durchführt, nur kurzfristig nützen wird, da die Übertragungsraten auch hier sehr schnell ausgeschöpft sein werden. Das Vectoring-Verfahren würde zudem eine Monopolstellung herbeiführen, Wettbewerb wäre ausgeschlossen. Bei einer flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser bis ins Haus, wie es der Landkreis anstrebt, würde einer Steigerung der Übertragungsleistung nichts im Weg stehen. Der Kunde kann dann entscheiden welchen Anbieter er wählt.

Wer von den Gewerbetreibenden oder Privatkunden bereits jetzt einen Breitbandanschluss über 16MB/sec benötigt, kann für die Übergangszeit, bis zum fertigen Glasfaseranschluss des Landkreises, beim aktuell einzigen flächendeckenden Netzbetreiber im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf anfragen. Dieser bietet einen Hybrit-Anschluss mit LTE Unterstützung an. Einschränkungen gibt es allerdings in einigen Höhenlagen in Friedrichsburg, Friedrichshagen, Rohdental, Rumbeck und Zersen.

Weitere Informationen gibt es in jeder Planungsausschuss-Sitzung – regelmäßig wird dort ein Sachstandsbericht zum Breitbandausbau vorgetragen.